CMS-Website oder Baukastensystem? Der Einfluss der Website auf das Online-Marketing.

Wir reden mit unseren Kunden viel (und gerne) über die Website. Das ist in unseren Augen auch gut so. Denn die Website ist das Herzstück, damit Online-Marketing betrieben werden kann. Alle Marketing-Massnahmen sollen nämlich zurück auf die Website führen.

Da es sich um ein sehr umfangreiches Thema handelt, fokussieren wir uns in diesem Beitrag nur auf einzelne Bereiche. Wir zeigen unser empfohlenes Vorgehen bei der Erstellung einer neuen Website auf, du erfährst wo die wesentlichsten Unterschiede zwischen billig- resp. gratis-Website-Anbietern und einer individuell erstellten Website liegen und wir erläutern den Nutzen einer Website aus der Sicht von Online-Marketing.

Umgangssprachlich sagt man auch oft „Homepage“ oder „Webseite“. Beide diese Ausdrücke sind genau genommen falsch. Aufklärung gibt es in diesem Artikel, den wir hier gerne teilen: Warum eine Homepage keine Website ist und eine Website keine Webseite.

 

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Was wir von unseren Kunden so hören

„Wir müssen dieses Website-Thema jetzt endlich angehen“ – so klingt es meistens, wenn ein Kunde auf uns zu kommt. Fragen wir dann nach, worum es genau geht, erhalten wir verschiedenste Antworten. So zum Beispiel:

„Unsere Website ist schon etwas in die Jahre gekommen. Wir können sie kaum selber bearbeiten. Bilder können wir gar nicht einpflegen, die verzieht es immer. Der externe Programmierer, der eigentlich zuständig wäre, meldet sich nie zurück, wenn wir ein Problem haben. Die Situation ist nicht wirklich zufriedenstellend.“

„Wir haben einen Webshop. Vor ein paar Jahren hatten wir beschlossen, unsere (damals) wenigen Produkte auch online zu verkaufen. Mit der Zeit ist das Sortiment gewachsen und somit auch unser Webshop. Dann haben wir weitere Module hinzugefügt, wie Info-Seiten zu unseren Dienstleistungen und zum Unternehmen oder ein Kontaktformular. Das Shop-System ist leider nicht wirklich hierfür ausgerichtet. Wir hätten wahrscheinlich auf ein CMS setzten und den Shop darin anbinden müssen. Jetzt ist alles einfach sehr unübersichtlich.“

„Wir haben uns vor einigen Jahren zu einer Web-Lösung überreden lassen und zwar von dieser Firma, die eigentlich für Telefonbucheinträge bekannt ist. Leider sind wir mit der Zeit auf diverse Probleme gestossen. So gibt es beispielsweise keine sinnvolle Lösung, um Bilder oder Bildergalerien zu integrieren. Das Design kann kaum angepasst werden. Die Website ist für Marketingaktivitäten unbrauchbar. Wenn wir Erweiterungen und Optimierungen vornehmen möchten, ist dies mit hohen Zusatzkosten verbunden. Wir sind sehr enttäuscht – diese Firma nutzt die Unwissenheit im Bereich Web und Online-Marketing von Geschäftsinhabern aus und verkauft einen vermeintlich sehr gut funktionierenden Webauftritt. Und: Verträge gibt es nur auf 3 Jahre hinaus.“

Da merken wir: es gibt Äpfel und Birnen!

Was uns erstaunt ist, dass es so viele seltsame Geschichten zu diesem Thema gibt. Wenn wir hören „wir möchten unsere Website gerne selber bearbeiten können. Z. B. neue Beiträge veröffentlichen, Bilder hochladen oder eine neue Unterseite eröffnen“ versetzt uns das in grosses Staunen. Es gibt heutzutage Faktoren, die keine Diskussionsbasis mehr sein dürfen.

Da merken wir: Es gibt Websites, die professionell aufgebaut sind (Äpfel 🍎) und Websites, die auf vorgefertigten Systemen stehen (Birnen 🍐). Zwischen den Äpfeln und Birnen gibt es grosse Unterschiede (hierzu mehr weiter unten im Abschnitt „Entwickelte Website vs. Baukastensystem“).

Wir als Spezialistinnen für Online-Marketing und Kommunikation empfehlen jedem Unternehmen, das modern und dynamisch auftreten möchte, in einen Apfel zu investieren. Denn ein Apfel entspricht dem heutigen Stand der Technik.

Eine neue Website erstellen lassen. Unsere Empfehlung.

Eine einwandfrei funktionierende Website basiert auf einem technischen Grundgerüst, das entwickelt werden sollte. Wir empfehlen den Weg über den Webentwickler, der eine individuelle Website von Grund auf neu erstellt. Dies geschieht mittels Hardcodierung auf Basis eines CMS-Systems (Content Management System). Layout und Design werden unabhängig vom Inhalt erstellt.

Sobald die Website – also das Gerüst – fertig codiert und das Design darübergestülpt ist, kann der Besitzer der Website Inhalte einpflegen und stetig aktualisieren. Diese Art von Website nennet man dynamische Website. Wenn du dich detaillierter zu den Unterschieden von dynamischen und statischen Websites informieren möchtest, empfehlen wir diesen Beitrag: Statische und dynamische Webseiten.

Bekannte CMS-Systeme für kleinere oder mittelständische Unternehmen sind z. B. WordPress, Drupal, TYPO3, Joomla oder Django. Welches System schlussendlich zum Zug kommt, ist abhängig vom Business-Ziel.

Heute gibt es etliche Lösungen, die es erlauben, ganz günstig oder sogar gratis eine Website zu erstellen. Möglich ist das mit sogenannten Website-Buildern oder Baukastensystemen, wie z. B. Wix, Jimdo oder Squarespace. Diese Tools verlangen vom Benutzer keinerlei Kenntnisse in Programmierung und Design. Sie werden mit vor-konfigurierten Codes, vorgegebenen Funktionen und mitgelieferten Designs angeboten. Eine Website kann so mittels Drag-und-Drop zusammengeklickt werden.

Wir distanzieren uns klar von den gratis Website-Lösungen. Möchtest du einen professionellen und glaubwürdigen Internetauftritt, mit welchem du arbeiten und dein Marketing- und Kommunikationspotenzial ausschöpfen und somit mehr Aufmerksamkeit erlangen kannst, kommst du nicht um einen Webentwickler herum. Dazu unten mehr.

Hier ein paar Fakten und Zahlen, warum du eine Website brauchst

  • Über 90% der Schweizer Bevölkerung nutzt das Medium „Internet“ regelmässig.
  • Die „Offliner“ nehmen weiter ab: Nur noch 8.2% nutzen kein Internet.
  • Bei den 14-29-jährigen liegt die Internetnutzung bereits bei 99,9%. Hier geht’s zu den aktuellsten Zahlen von net-metrix.
  • Ab diesem Jahr 2020 werden die Digital Natives über die Hälfte der aktiven Schweizer Bevölkerung ausmachen.
  • Die Digital Natives werden die kaufkräftigste Bevölkerungsgruppe sein.
  • Mit einem Marktanteil von 95.5% ist Google die meistgenutzte Suchmaschine der Schweiz.
Generationen-Transformation: Digital Natives machen die Hälfte der aktiven Schweizer Bevölkerung aus.
In dieser Grafik sehen wir, dass die Digital Natives ab dem Jahr 2020 über die Hälfte der aktiven Schweizer Bevölkerung ausmachen und die kaufkräftigste Bevölkerungsgruppe ist. Dies hat einen massiven Einfluss auf die Nutzung von Online-Medien und dementsprechend auf das Konsumverhalten. Quelle: Carpathia

 

Eigentlich sind diese wenigen Fakten schon Grund genug, sich als Unternehmen ernsthaft über einen professionellen Webauftritt Gedanken zu machen. Oder?

Aus Sicht des Online-Marketings gibt es jedoch noch weitere Gründe. Deine Website sollte nämlich für dich arbeiten. Auf der Website laufen die Fäden zusammen. Sie ist also nicht nur eine Visitenkarte, sondern deine zentrale Drehscheibe oder dein „Hub“ wie man auch sagt.

 

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Entwickelte Website vs. Baukastensystem

Im Folgenden zeigen wir dir die wichtigsten Unterschiede zwischen individuell entwickelten Lösungen (Äpfel 🍎) und Website-Buildern/Baukastensystemen (Birnen 🍐) auf mit einer jeweils kurzen Erklärung.

Programmierkenntnisse nötig?

🍎: Ja. Die Programmierung übernimmt ein Webentwickler. Die Website wird so individuell und professionell und funktioniert technisch einwandfrei. Benutzeroberfläche und User Experience werden dem Business entsprechend berücksichtigt und somit die bestmögliche Effizienz garantiert.

🍐: Nein. Sehr einfach im Handling. Keine Programmierkenntnisse nötig. Website kann in kurzer Zeit per Drag-und-Drop zusammengebaut werden.

Kosten?

🍎: Die Entwicklung erfordert ein Grund-Investment (Kosten für Entwickler). Danach fallen minime jährliche Hosting-Gebühren an sowie die Kosten für den Webmaster. Der Webmaster wirft regelmässig einen Blick in das Backend und kümmert sich um Updates.

🍐: Basic-Versionen sind sehr günstig im Jahres-Abo erhältlich, teilweise sogar kostenlos. Für ein kleineres Business reichen Basic-Versionen selten, was dazu führt, dass Upgrades gemacht werden müssen.

Individualität

🍎: Einzigartig und auf dein Business und deine Ziele ausgerichtet. Ein Webdesigner hilft hier für den individuellen visuellen Touch. Alles in allem führt dieser Webauftritt zu mehr Glaubwürdigkeit.

🍐: Limitiert im Design. Keine Möglichkeit eigene Themes zu verwenden, da nicht auf den CSS oder HTML-Code zugegriffen werden kann. Es stehen (zahlreiche) vorgegebene Themes zur Verfügung. Diese werden von unzähligen anderen Usern genutzt. Die Website wirkt oft wenig einzigartig.

Support

🍎: Der Webentwickler sollte im Idealfall auch deine direkte Ansprechperson für laufende Arbeiten sein. Ansonsten solltest du dir einen Webmaster suchen, der sich mit dem System auskennt.
Websites können so stets weiterentwickelt und optimiert werden, z. B. wenn du weitere Marketing-Tools anbinden oder Änderungen machen möchtest. Der Webmaster kümmert sich auch um Updates und stellt sicher, dass deine Website stets auf der aktuellsten Version läuft und allen Sicherheitsstandards entspricht.

🍐: Für die Weiterentwicklung ist ein Website-Builder stark limitiert. Wenn du Fragen hast oder irgendwo nicht weiterkommst, steht dir der Support des Anbieters zur Verfügung. Eine direkte Ansprechperson gibt es jedoch nicht.

Hosting

🍎: Deine Website-Daten sind auf einem Server gehostet. Idealerweise sollte dies bei einem Schweizer Webhosting-Anbieter sein mit einem Serverstandort in der Schweiz. Die Speicherkapazität wird in der Regel je nach Grösse der Website in vorhandenen Plänen angeboten. Diese Kosten sind absolut überschaubar. Eine Liste der gängigsten Anbieter im Vergleich findest du hier: Webhosting-Vergleich der Schweiz.
Du bist ausserdem Besitzer deiner Website und kannst jederzeit darauf eingreifen.

🍐: Deine Website ist direkt beim Anbieter gehostet. Du hat keinen Einfluss auf den Serverstandort, welche oftmals im Ausland (oft sogar Übersee) stehen. Sollte noch ein Webshop angebunden sein, könnte dies zum Vertrauensproblem für den Kunden werden (Stichwort Bezahlen mit Kreditkarte).
Die Speicherkapazitäten sind beschränkt und immer mit Upgrades verbunden. Oft ist nur eine limitierte Anzahl von Unterseiten verfügbar.
Bei dieser Variante bist du lediglich Mieter eines Systems. Wenn der Anbieter keine Updates mehr macht oder eines Tages entscheidet, das System nicht mehr weiterzuführen, verlierst du jegliche Daten und somit auch deine Website.
Ein Wechsel von einem Website-Builder auf eine entwickelte Website ist übrigens ein komplexes Unterfangen. Damit Daten und die aufgebaute History nicht verloren gehen, brauchst du spätestens beim Transfer Hilfe von einem Techniker.

SEO

🍎: Der Suchmaschinenoptimierung sollte bereits beim Bauen der Website grösste Aufmerksamkeit geschenkt werden. Der Webentwickler kümmert sich um die technischen Aspekte von SEO, wie z. B. die Performance (Ladezeit). Die Performance ist ein wichtiger Ranking-Faktor.
Ebenfalls wird ein Webentwickler entsprechende SEO-Tools installieren (z. B. Plugins). Damit können für die einzelnen Seiten Title Tags und Meta Descriptions erstellt werden. Insbesondere Title Tags haben einen weiteren Einfluss auf den Ranking-Faktor.

🍐: Je nachdem welchen Website-Builder, aber auch welche Themes du wählst, kann dies zu enormem Performance-Verlust führen. Informiere dich unbedingt vorher, welche Themes Performancefresser sind und welche besser funktionieren. Dies ist abhängig davon, wie ein Code geschrieben ist.
SEO-Tools sind ausserdem nur eingeschränkt oder gar nicht verfügbar, da Plugins nur vereinzelt oder gar nicht installiert werden können. Das Erfassen von Title Tags und Meta Descriptions könnte also evt. nicht möglich werden.
Eigenen Einfluss auf die Optimierungen hast du allerdings, wenn du z. B. Bilder von Anfang an korrekt aufbereitest, um die Ladezeit zu verringern (z. B. mit dem Tool TinyPNG). Ebenfalls wirst du mit Website-Buildern kein Problem haben, die Titel innerhalt der Seite richtig zu strukturieren. Das korrekte Platzieren von wichtigen Keywords helfen dir ausserdem, bei Suchanfragen gefunden zu werden.

Das Thema SEO ist enorm – deshalb schneiden wir es hier nur mit wenigen Beispielen an.

Warum eine Website – der Nutzen und wie sie für dich arbeitet

Das Ziel einer Website sollte immer sein, den (potenziellen) Kunden hier zu einem echten Interessenten zu konvertieren. Merke dir: Wenn ein Kunde auf deine Website kommt, befindet er sich bereits auf seiner Kundenreise.
Er sollte also Möglichkeiten vorfinden, um mit dir in Interaktion zu treten. Findet er keine Interaktionsmöglichkeiten, verlierst du ihn gleich wieder.
Wenn du ihn auf seiner Reise jedoch weiterführen kannst, indem du weitere Aktionen anbietest, dann hast du gute Chancen, dass er konvertiert.

Ein Beispiel: Ein potenzieller Kunde sieht in dir einen Fachexperten, der ihm womöglich sein Problem lösen kann. Sobald er auf deiner Website landet, wird er sich für deinen Newsletter anmelden. Denn du versprichst ihm, dass du regelmässige Tipps und Infos verschickst, die er für sich anwenden kann. Er ist also bereit, dir dafür seine E-Mail-Adresse zu geben. Indem du nun dein Wissen weitergibst, fängst du an, das Vertrauen zum potenziellen Kunden aufzubauen. Die Interaktion hat also stattgefunden.

Eine Facebook-Community oder eine Facebook-Seite beispielsweise bieten dir dieses Potenzial nicht. Natürlich kannst du auch hier Häppchen deines Wissens weitergeben und Vertrauen aufbauen. Aber du hast den Kunden noch nicht für dich gewonnen, da sich alles auf einer externen Plattform abspielt.
Social Media-Gruppen sind reine Massnahmen, um deinen Interessenten auf seiner Kundenreise in den sozialen Netzwerken aufzugreifen. Und weiter auf deine Website zu führen.

 

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