Social Media für Unternehmen

Mit diesem Blogpost starten wir eine Serie rund um Social Media.

In diesem Blogpost findest du wichtige Zahlen und Fakten, die dir als Grundlage für deine Social Media-Strategie dienen können. Wir zeigen auf, welchen Einfluss Social Media auf dein Marketing und deine Kommunikation hat und du erfährst, warum das wichtig für deine Geschäftsziele sein kann.

Wir berücksichtigen dabei auch den B2B-Bereich, denn wir stellen in Gesprächen mit Kunden und Interessenten aus diesem Business immer wieder fest, dass gerade ihnen Social Media-Marketing eher schwer fällt.

In den kommenden Wochen stellen wir dir in weiteren Beiträgen ausgewählte Plattformen detailliert vor: Für was sie stehen, welches die Vorteile sind und wie du sie für dich und dein Unternehmen sinnvoll nutzen kannst.

Wir liefern Praxisbeispiele, damit du nicht nur die Theorie verstehst, sondern auch echte Anwendungsbeispiele siehst, die dich allenfalls inspirieren.

 

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Ein kleiner Exkurs ins Jahr 1994…

Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch an die eine oder andere Plattform vor Facebook, Instagram und YouTube, oder?

  • 1994 war der Webhoster Geocities das Mass aller Dinge. Wer etwas auf sich hielt, hatte eine Geocities-Site (quasi das Facebook der 90-er Jahre).
  • 1996 startete der Messaging-Dienst ICQ. Beides waren zwar keine Social Media-Plattformen im klassischen Sinne, aber dank ICQ konnten virtuell fast grenzenlos Daten ausgetauscht werden. Es war das erste Programm, das aus der Zeichenfolge «;-)︎» einen digitalen gelben Smiley erstellte.
  • 2003 startete MySpace, die weltweit erste Plattform, auf der kommuniziert werden konnte. Auch ich habe mich darauf verewigt (nein, es gibt keine lustigen Bilder und Videos mehr zu sehen…). Wir luden schöne Bilder, Videos und Musik hoch und tauschten uns mit anderen aus.
  • Das Business Netzwerk Open BC (heute Xing) startete im selben Jahr und auch LinkedIn ging kurz vorher online.
  • Auch im 2003 Jahr schoss auch Skype aus dem Boden.
  • 2004 kam der blaue Riese Facebook und YouTube dazu.
  • Es ging Schlag auf Schlag weiter mit neuen Netzwerken: studiVZ (2005)
  • Twitter (2006)
  • Tumblr (2007)
  • Whatsapp (2009)
  • Instagram (2010) und
  • Pinterest (2011) und viele mehr

Wahnsinn, was in so kurzer Zeit das Licht der Welt erblickte, nicht?

Und heute?

2020 sieht die Social Media-Welt so aus:

Social Media Prisma 2017/2018

Quelle: https://ethority.de/

Du siehst, Social Media ist weit mehr, als Facebook und Instagram. Diese Prisma verschafft Einsteigern einen Überblick. Marketern, die Social Media täglich nutzen, hilft diese Übersicht, auch mal über den Tellerrand zu blicken. Eventuell entdecken sie neue Kanäle, die für die Zielgruppe relevant sein könnte.

Mit dem Aufkommen der neuen Plattformen hat sich auch das Marketing und die Kommunikation verändert. In der privaten, wie auch in der geschäftlichen Welt.

Wurde Social Media anfänglich vor allem für private Zwecke und Bedürfnisse genutzt (MySpace, studi.VZ), nutzten bald auch Schweizer Unternehmen die neuen Plattformen für ihre Marketing- und Kommunikationszwecke.

 

Ein paar globale Social Media-Fakten

Jetzt wird’s interessant. Nachfolgend findest du eindrückliche Zahlen, die du genau studieren solltest und in deine Marketing-Überlegungen miteinbeziehen darfst:

Mehr als 4,5 Milliarden Menschen nutzen heute das Internet, während die Nutzer von sozialen Medien die 3,8 Milliarden-Marke überschritten haben. Fast 60 Prozent der Weltbevölkerung sind bereits online, und die neuesten Trends deuten darauf hin, dass bis Mitte dieses Jahres mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung Social Media nutzen wird. (Quelle: https://wearesocial.com/blog/2020/01/digital-2020-3-8-billion-people-use-social-media)

 

Und wie siehts in der Schweiz aus?

Die Anzahl der Internetnutzer in der Schweiz im Jahr 2020 liegt bei rund 8,28 Millionen, was einem Anteil von 96 Prozent an der Gesamtbevölkerung entspricht. Fast jeder Schweizer surft im Internet. Über die Hälfte davon verwendet soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram – in absoluten Zahlen sind das 4,5 Millionen. (Quelle: https://datareportal.com/reports/digital-2020-switzerland)

Social Media Overview Schweiz

Quelle: https://datareportal.com/reports/digital-2020-switzerland

YouTube ist in der Schweiz die meist genutzte Social Media-Plattform und nach Google die grösste Suchmaschine weltweit!

Most-used Social Media Platforms Schweiz

Quelle: https://datareportal.com/reports/digital-2020-switzerland

 

Und was machen die Leute so auf Social Media?

Fast alle Nutzer besuchen und benutzen die Plattformen monatlich, ein grosser Teil davon ist aktiv und teilt Beiträge. Jeder Internet-User hat rund 6.6 Social Media-Accounts und verbringt täglich mehr als eine Stunde in den Netzwerken (also ich einiges mehr, aber das ist meinem Job geschuldet 🙂 ). 1/3 der Leute benutzen die Plattformen wie ich aus beruflichen Gründen.

Social Media Behaviours in Switzerland

Quelle: https://datareportal.com/reports/digital-2020-switzerland

 

Wie alt sind die Social Media-Nutzer in der Schweiz?

Über 15 Prozent der Nutzer in der Schweiz waren Anfang des Jahres 2020 im Alter von 25 bis 34 Jahren und männlich. Insgesamt 30 Prozent der Social Media Nutzer in der Schweiz waren 45 Jahre und älter.

Willst du den kompletten super spannenden Report von «We are social» und «Hootsuite» lesen? Dann hier lang!

Geschlechterverteilung der Social Media Nutzer in der Schweiz

Quelle: https://de.statista.com/

 

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Schweizer Unternehmen und Social Media

Und wie steht es um Schweizer Unternehmen auf Social Media?

Auch hier gibt es spannende Kennzahlen, die ich dir zusammengefasst gerne präsentiere:

  • Knapp neun von zehn Schweizer Unternehmen sind auf sozialen Plattformen aktiv.
  • Die meisten Firmen versprechen sich davon bessere Marketingkommunikation und engeren Kontakt zum Kunden.
  • Beliebteste Plattformen für Marketing-Aktivitäten bei den Schweizer Unternehmen sind YouTube und Facebook, gefolgt von Twitter und LinkedIn.
  • Viele Schweizer Unternehmen pflegen sogar mehr als ein Firmen-Profil auf Facebook.

(Quelle: https://de.statista.com/themen/2782/social-media-in-der-schweiz)

 

Nutzung von Social Media durch Unternehmen in der Schweiz

Die Statistik zeigt die Ergebnisse einer Unternehmensbefragung zur Nutzung von Social Media in der Schweiz. 89 Prozent der insgesamt 140 der in 2018 befragten Schweizer Unternehmen waren aktiv.

Nutzung Social Media Unternehmen Schweiz

(Quelle: https://de.statista.com/themen/2782/social-media-in-der-schweiz)

 

Welche Ziele verfolgen Unternehmen mit der Nutzung von Social Media?

Im Jahr 2018 gaben 61 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen die Verbesserung von Reichweite und Traffic als Ziel des Social Media-Einsatzes an.

Welche Ziele verfolgen Unternehmen mit der Nutzung von Social Media

(Quelle: https://de.statista.com/themen/2782/social-media-in-der-schweiz)

 

Welche Social Media-Kanäle pflegen Unternehmen aktiv?

Im Jahr 2018 gaben 93 Prozent der befragten Schweizer Organisationen an, auf YouTube und 87 Prozent auf Facebook aktiv zu sein.

(Quelle: https://de.statista.com/themen/2782/social-media-in-der-schweiz)

 

Und wie geht Social Media in B2B-Unternehmen?

Immer wieder hören wir, dass sich B2B-Unternehmen mit Social Media viel schwieriger tun, als B2C-Unternehmen.

Das mag auf den ersten Blick stimmen. Auf den zweiten Blick ist es durchaus möglich, auch als B2B-Unternehmen Social Media für die Marketing- und Kommunikationsziele einzusetzen und nützlichen und interessanten Content zu erstellen.

Nein, es wirkt nicht unprofessionell oder gar lächerlich, wenn B2B-Unternehmen auf guten Content und Geschichten für Ihre Social Media-Aktivitäten setzen. Das ist nicht nur B2C-Unternehmen vorenthalten.

Langweilig ist es, wenn Unternehmen nur Inhalte rund um Produkte und Angebote posten. Dabei verweise ich immer gerne auf Frau Dr. Kerstin Hoffmann vom «PR Doktor».

Aufschlussreiches über Schweizer Unternehmen liefert auch die Social Media Dach-Studie. Sie ist die einzige, die das Verhalten von B2B-Unternehmen im DACH-Raum untersucht. Sie gibt Aufschluss, wie Schweizer B2B-Unternehmen in Sachen Social Media ticken.

Folgend ein Auszug der relevanten Ergebnisse:

 

Für welche Zielgruppen werden die einzelnen Social Media-Kanäle genutzt?

Für welche Zielgruppen werden die einzelnen Social Media Kanäle genutzt

(Quelle: https://b2b-digitalisierung.ch/wp-content/uploads/2019/10/B2B-Social-Media-Studie-DACH-2019.pdf)

 

Für welche Inhalte werden Social Media-Kanäle genutzt?

Für welche Inhalte werden die Social Media Kanäle genutzt

Quelle: https://b2b-digitalisierung.ch/wp-content/uploads/2019/10/B2B-Social-Media-Studie-DACH-2019.pdf

 

Welches sind die Handlungsschwerpunkte im 2020?

Handlungsschwerpunkte von B2B-Unternehmen bei Social Media

Quelle: https://b2b-digitalisierung.ch/wp-content/uploads/2019/10/B2B-Social-Media-Studie-DACH-2019.pdf

 

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Die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst:

  • Fast 70 % der befragten Unternehmen in der Schweiz wollen ihren Social Media-Einsatz in Zukunft verstärken.
  • Budgets werden erhöht und Mitarbeiter sollen Unternehmen stärker nach aussen repräsentieren.
  • Hauptgrund für Nutzung ist die Ansprache von Neu- und Bestandskunden.
  • Weitere Motive liegen im Recruiting und der Kommunikation mit Medien- und Geschäftskontakten.
  • Der Trend, Social-Media-Kanäle für HR-Themen einzusetzen, setzt sich weiter fort.
  • Schweizer Unternehmen setzen vor allem auf LinkedIn. Ebenso ist Facebook und Youtube wichtig. Instagram spielt für B2B Unternehmen noch eine untergeordnete Rolle.
  • Neue Plattformen spielen kaum eine Rolle. Wenige der B2B- Unternehmen wagen Neues – sie setzen auf klassische Plattformen.
  • Viele Unternehmen sehen in der Messbarkeit der Wirkung den Mehrwert nicht. Denn sie scheitern an der Messbarkeit der Ergebnisse.
  • Grösste Herausforderung: Mangelnde interne Ressourcen und fehlende Budgets verhindern dein Einkauf von externen Leistungen.

Willst du noch mehr über das Thema B2B und Social Media erfahren? Die Studie der Hochschule Luzern kann ich dir sehr empfehlen.

Spoiler zu den Ergebnissen: 

  • Facebook und LinkedIn sind die wichtigsten B2B-Kanäle.
  • Als zweitgrösste Suchmaschine ist YouTube auch eine wichtige Plattform.
  • Auch Kleinunternehmen nutzen LinkedIn.

 

Was will ich dir mit diesen Zahlen und Fakten sagen?

Ganz einfach: Wenn du deine Zielgruppe digital erreichen und sie dort abholen willst, wo sie sich aufhalten, kommst du an Social Media-Marketing nicht vorbei.

Es erstaunt mich teilweise schon, dass es heute immer noch Unternehmen gibt, die keine Social Media-Strategie haben. Obwohl sie wissen, dass Social Media-Marketing wichtig ist.

Natürlich bedarf die Situation erst einer Analyse und Zielsetzung. Dann weisst du welche Netzwerke für die Ziele des Unternehmens in Frage kommen, bevor einfach wild drauflos gemacht wird. Aber meiner Meinung nach kommt heute kein Unternehmen daran vorbei, gezielt in eine Social Media-Strategie zu investieren.

Wichtiger Punkt #1: Social Media-Marketing ist alleine nichts wert

Social Media Marketing darf nicht isoliert betrachtet und losgelöst von anderen Massnahmen umgesetzt werden.

Deine Social Media-Strategie ist Teil deiner Online-Marketing-Strategie. Sie muss integriert erarbeitet und in deine übergreifende Marketing-Strategie eingebettet sein.

Wenn du ein bisschen Facebook hier und ein bisschen Instagram dort bewirtschaftest, vergibst du dir wertvolle Reichweite. Deine Aktivitäten verschwinden im Niemandsland, wie Alice im Wunderland.

Zielführendes Social Media-Marketing basiert auf einem durchdachten und detaillierten Konzept und berücksichtigt deine Marketing- und Kommunikationsziele.

Wichtiger Punkt #2: Ohne Ressourcen geht es nicht

Erarbeite keine Social Media-Strategie einfach «weil das alle tun» oder «weil man das machen muss». Entwickle erst dann eine Strategie, wenn du das Potential evaluiert hast. Und wenn du weisst, dass die Massnahmen Ziel und Zweck erfüllen. Prüfe deine Ressourcen. Gerade in KMU, sind diese meistens knapp.

Wenn du nur halbherzig Zeit und personelle Ressourcen in die Umsetzung stecken kannst, bringen die Massnahmen leider herzlich wenig. Dann braucht es vielleicht auch mal Mut «Nein» zu sagen. Oder nur auf einem, statt auf fünf Kanälen aktiv zu sein.

 

Mein Fazit

Social Media rettet dein Unternehmen nicht und ist auch kein wundersames Heilmittel, dank welchem in kurzer Zeit alles heile Welt ist. Nur wenige schaffen es, riesige Communities aufzubauen, mit ihren Beiträgen immer viral zu gehen oder über Nacht mehr Umsatz zu generieren.

Zudem ist Social Media-Marketing Knochenarbeit und kann nicht so nebenbei gemacht.

Aber…

… du kannst – egal ob B2C oder B2B-Unternehmen – auf Social Media immer noch auffallen. Dank kreativer Strategie, mutigen Inhalten und neuen, unkonventionellen Wegen.

Dank Social Media…

  • … finden mehr Besucher auf deine Website.
  • … stärkst und pflegst du deine Marke.
  • … trittst du mit deinen Kunden in Dialog und bietest Gesprächsstoff.
  • … baust du Vertrauen auf, indem du dich mit deinen veröffentlichten Inhalten als Fachexperte positionierst.
  • … bindest du Kunden an dich – durch Imageaufbau und klare Positionierung.
  • … förderst du den Abverkauf und generierst so mehr Umsatz generieren.
  • … steigerst du deine Reichweite.
  • … generierst du Leads und spätere Käufe.
  • … positionierst du dich als attraktiver Arbeitgeber.

Hast du nun erkannt, warum Social Media auch für dein Unternehmen wichtig sein könnte?

 

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