Online-Marketing als Chance für den Sportfachhandel

Der Sportfachhandel kann mit cleveren Online-Marketing-Massnahmen den Verkauf von Produkten unterstützen, den Shop als Brand aufbauen und das Image pflegen. Voraussetzung ist, dass Sportfachhändler Online-Marketing als Chance sehen und gezielt dafür investieren. Das erfordert aber auch, dass sich Händler mit der Digitalisierung, mit Online-Strategien und dem veränderten Kundenverhalten beschäftigen.

Die moderne Arbeitswelt und die Unternehmen sind stark geprägt durch die Digitalisierung. Die dadurch ausgelösten Umwälzungen haben weitreichende Konsequenzen. Grosse Umwälzungen sind in allen Branchen zu erkennen, und dies nicht erst seit der Coronakrise.

Auch Hersteller und Handelsunternehmen der Sportartikelbranche müssen sich der Digitalisierung stellen. Sie müssen digital fit sein, wenn sie den digitalen Wandel bestehen und mit ihrem Business auch in der Zukunft erfolgreich sein wollen.

Aber welche Fähigkeiten, Ressourcen und Veränderungen benötigen Sportfachhändler, Outdoor-Unternehmer oder Distributoren, wenn sie am Markt erfolgreich sein wollen? Welche Massnahmen sind notwendig, um zukunftsfähig zu sein? Wie kann ein Händler heute den Online-Handel als Freund und nicht als Feind nutzen?

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Wanderer Schweizer Sportfachhandel

Wie hoch ist der digitale Reifegrad im Schweizer Sportfachhandel?

Als Antwort auf diese Fragen sollten Sportfachhändler als ersten wichtigen Schritt ihre Unternehmensstrategie mal «digital» überdenken, sie anpassen und daraus eine spezifische Online-Strategie ableiten. Ziel ist es, die digitale Arbeits- und Denkweise in den Alltag zu integrieren, und zwar vom Chef bis zum Mitarbeiter.

Aber was bedeutet “digital” im Kontext der Sportbranche? Wenn wir die Unternehmensstrategie eines Händlers als Beispiel nehmen, bezieht sich «digital» auf verschiedene Dimensionen im Unternehmen. Alle vier Dimensionen sind von der Digitalisierung betroffen und wollen durchleuchtet werden:

  • Geschäftsmodell und Management
  • Infrastruktur und Organisationen
  • Kauf- und Kundenerlebnis
  • Verkauf und Service

Der Sportfachhändler muss sich also mit verschiedenen Aspekten in seinem Unternehmen auseinandersetzen. Folgende Fragen könnte er sich bei der Erstellung einer Online-Strategie stellen:

Zum Geschäftsmodell und Management

  • Haben wir eine Vorstellung davon erarbeitet, wie wir die Möglichkeiten der Digitalisierung im Sportfachhandel erlebbar machen und einsetzen können, um unsere Geschäft nach vorne zu bringen?
  • Können wir uns mit unseren Produkt- und Dienstleistungsangeboten sowohl im klassischen Filialgeschäft als auch in der Online-Welt positionieren?
  • Beobachten wir genau, wie sich unsere Kunden beim Kauf von Sportartikeln in der digitalen Welt (Social Media, E-Shops und Zalando) bewegen und verhalten?
  • Wissen wir, welche Massnahmen wir mit Blick auf unsere zukünftige Positionierung mit höchster Priorität angehen müssen?

Zur Infrastruktur und Organisation

  • Haben wir einen Hauptverantwortlichen mit ausreichend Entscheidungsbefugnis und Zeitressourcen für das Management unserer digitalen Transformation benannt?
  • Diskutieren wir die notwendigen Veränderungen der Digitalisierung im Sportfachhandel mit unseren Mitarbeitern und schaffen wir dafür zeitliche Freiräume?
  • Haben wir ausreichend qualifizierte Mitarbeiter, die unseren digitalen Wandel vorantreiben?

Zu Kauf und Kundenerlebnis

  • Stimmen wir die Kundenkommunikation über alle Kanäle (offline/online) aufeinander ab?
  • Erweitern wir unseren Dialog mit dem Kunden am Point-of-Sale und nutzen Social Media Kanäle um mit unseren Kunden zu kommunizieren?
  • Haben wir einen guten Kunden-Newsletter per E-Mail zur Ansprache unserer Kunden?
  • Binden wir unsere Kunden ein über ein digitales Kundenerlebnis?

Zu Verkauf und Service

  • Haben wir eine Vorstellung davon, welche Möglichkeiten der digitalen Kommunikation zu mehr Frequenz in den Geschäften führen?
  • Suchen wir nach neuen Offline-Verkaufsformen, wie z.B. Roadshows, Events, Privat-Shoppings, Pop-up Shops, Openings etc.?
  • Haben wir eine durchdachte Online-Präsenz, die unser Angebot ansprechend darstellt?
  • Kennen wir uns im Online-Marketing gut aus?
  • Nutzen wir die Möglichkeiten, die uns das Internet bietet, den stationären Verkauf mit unserer Internetseite zu verbinden, um aktiv unseren Point-of-Sale zu stärken?

 

Influencerin Schweizer Sportfachhandel

Bewusstsein schaffen für die digitale Transformation

Wir als Online-Marketing-Spezialistinnen und Kommunikatorinnen interessieren uns vor allem für die Dimensionen Kauf & Kundenerlebnis und Verkauf & Service. Denn unser Job ist es nicht, Unternehmen in die Digitalisierung zu transformieren, Geschäftsmodelle zu entwickeln oder Organisationen neu aufzubauen.

Indem wir aber Unternehmen dieser Branche und ihre Online-Marketing- und Kommunikations-Aktivitäten analysieren, tauchen wir in Gesprächen auch tiefer in Prozesse und Strategien ein. Dadurch stossen wir Fragen an und bald dreht sich das Gespräch um Ausrichtung, Positionierung und ja – digitale Transformation. Und das ist gut so. Wir hoffen, so im Gegenüber Bewusstsein zu schaffen für die weitreichenden Folgen der neu gewonnen Erkenntnisse.

Die Gespräche, die wir führen, zeigen ein ziemlich einheitliches Bild

Nicht alle in der Branche sind digital fit und entsprechend aufgestellt. Wir fragen uns:

  • Haben die Händler die letzten Jahre nicht genutzt, obwohl der Abwärtstrend in den Statistiken seit 2011 ein klares Bild spricht: Der Umsatz ist kontinuierlich gesunken und nicht wieder auf das Niveau der fetten Jahre von 2008 – 2010 gestiegen.
  • Haben sich Händler in dieser Zeit nicht mit Fragen auseinandergesetzt, wie wir sie oben beschrieben haben?
  • Haben sie nicht versucht, ihr Geschäft mit neuen Massnahmen von diesem Trend abzuwenden?
  • Haben Sie die Veränderung im Verhalten der Kunden hin zu Online-Shopping verschlafen?

Umsatz des Sportartikel-Detailhandels in der Schweiz in den Jahren 2001 bis 2016

Die Statistik zeigt den Umsatz des Sportartikel-Detailhandels in der Schweiz in den Jahren 2001 bis 2016. Im Jahr 2016 erlöste diese Detailhandelsbranche in der Schweiz rund 1,6 Milliarden Franken. (Quelle: Statista)

 

Die Krise als Gradmesser der digitalen Fitness im Sportfachhandel

Betrachten wir aus aktuellem Anlass noch einmal die Coronakrise erkenne ich durchaus fehlende digitale Auseinandersetzung einiger Händler: Nur wenige konnten zum Zeitpunkt des Lockdowns ihre Dienstleistungen und Angebote trotz geschlossenem Geschäft weiter anbieten. Sie waren auf die Situation nicht vorbereitet. Viele Unternehmen im Sportfachhandel mussten nach der Schockstarre erstmal neue Lösungen prüfen, implementieren und dann noch umsetzen.

Viele Online-Shops wurden in der Krise plötzlich aus dem Boden gestampft, mal mehr schlecht als recht. Was, wenn Händler während der Krise seine neuen Sportschuhe im Geschäft nicht verkaufen konnten und diese im nicht vorhandenen Online-Shop ebenfalls nicht erhältlich waren – was dann? Dann kaufte der Kunde wohl einfach bei Zalando & Co. ein. Oder beim Konkurrenten, der seine Produkte im Online-Shop verkauft. Da kann der Händler nur noch auf die Loyalität seiner Kunden setzen und hoffen, dass sie trotzdem mal wieder im Geschäft vorbeischauen.

Telefon vs. Online-Kommunikation

Einige Sportfachhändler lösten das Problem, indem sie Produkte fotografierten und die Fotos per Mail an Kunden verschickten. Die wiederum konnten telefonisch bestellen. Kann das im 2020 die Lösung sein? Verwundert es, dass Kunden deshalb in internationalen Online-Shops und nicht beim Händler des Vertrauens einkauften?

Und was war mit Händlern, die anhin zwar im direkten Kundenkontakt überzeugen konnten, aber bisher mit ihren Kunden nicht über Online-Dialogplattformen, wie z.B. Facebook kommunizierten oder keinen direkten Draht zu ihnen via Newsletter hatten? Mussten diese telefonisch all ihre Kunden kontaktieren?

Wie, wann, wo und wie oft hast du während der Krise mit deinen Kunden kommuniziert?

  • Wie gut kennst du dich mit Kommunikation in Krisenzeiten aus?
  • Hast du deine Kunden regelmässig kontaktiert? Über welche Kanäle? Per Mail, Whatsapp oder noch ganz klassisch per Telefon?
  • Wie hast du sie über Massnahmen informiert und wie die Angebote konkret platziert?
  • Hast du deinen personalisierten Newsletter regelmässig verschickt, damit dich die Kunden nicht vergessen?
  • Wie hast du auf Social Media-Aktivitäten kommuniziert?
  • Hast du einen Plan gemacht, was du deiner Community erzählst, was du anbietest und wie du dank gutem Community Management im Gespräch mit deinen Fans bleibst?

Mountainbiker Schweizer Sportfachhandel

Die Kunden sind digital unterwegs

Wie bereits thematisiert, bewegt sich der Kunde heute anders als noch vor 20 Jahren. Wir haben zu Thema Kundenreise bereits detailliert berichtet. Die Erkenntnisse aus den genannten Statistiken sind zentral für den Sportfachhandel. Wenn nämlich die Erkenntnisse daraus in der Online-Strategie abgebildet werden, sind die Händler vorbereitet und auch für Krisenfällen gewappnet. Warum? Weil sie genau wissen, wie, wo und wann sie ihre Kunden ansprechen können. Weil sie wissen, dass sich ihre Kunden die Informationen über Produkte und Dienstleistungen dort holen, wo sie sich gerade aufhalten. Das kann überall sein: Online, offline, zu Hause vor dem Laptop oder unterwegs übers Handy. Und zwar zu jeder Zeit.

Wir weisen gerne noch einmal darauf hin, wie wichtig es ist, das Kaufverhalten und die Bedürfnisse der Kunden zu kennen. Je besser die Bedürfnisse erkannt werden, desto besser und zielgerichteter die Reaktion.

Zwei Faktoren sind entscheidend

  • Die grosse Mehrheit der Konsumenten – rund 70 Prozent der im August 2018 befragten Schweizer – informieren sich zuerst im Internet, bevor sie Sportartikel kaufen. Gekauft werden die Sportartikel dann aber in der Regel in physischen Läden. (Quelle: statista)
  • Rund 76 Prozent der befragten Schweizer im Alter von 16 bis 29 Jahren gaben im Jahr 2018 an, sich online über Sportartikel zu informieren – 15 Prozent mehr als in der Altersgruppe 50+. Jüngere Kunden nutzen sowohl bei der Informationsbeschaffung als auch beim Kauf häufiger Onlinekanäle als ältere. (Quelle: statista)

Das sind nicht von uns erfundene Thesen, sondern harte Fakten.

Eine grosse Chance also für den Sportfachhandel, Kunden online abzuholen und sie in deinen Laden zu bringen. Die jüngeren „digitalen Generationen“ mögen Erlebnisse, echte Dialoge und Emotionen im realen Leben ebenso, wie in der virtuellen Welt. Trotz vielen Lockangeboten im Internet shoppen sie immer noch gerne im Laden, wollen da aber konkret angesprochen werden. Sonst tauchen sie schnell wieder ab in ins Internet.

Aber auch Kunden über 50 sind online unterwegs und wollen dort abgeholt werden. Sie sind keine digitalen Greenhorns und bewegen sich sehr wohl auch auf digitalen Medien und Plattformen wie z.b. Facebook.

Golfspieler Schweizer Sportfachhandel

Lösungen für den Sportfachhandel

Der Sportfachhandel muss das Marketing-Rad nicht neu erfinden, aber er sollte die Online-Möglichkeiten nutzen, die sich ihm bieten. Denn mit passenden und glaubwürdigen Online-Marketing Strategien kann der Händler im Internet neue Kunden finden und sichtbar werden. Dazu ist erstmal eine Digitalstrategie notwendig. Diese beinhaltet unter anderem deine Online-Marketing-Strategie.

Online-Marketing ist für Sportfachhändler unerlässlich. Richtig und gezielt eingesetzt, ergänzen Online-Marketing-Massnahmen traditionelle Marketing- und Kommunikationsmassnahmen. Anstelle von Plakatwerbung (die sowieso niemand richtig wahrnimmt), ist es besser auf Newsletter und Social Media zu setzen. Im Newsletter z.B. kann die Ansprache sehr persönlich und gezielt erfolgen. Und auf Social Media kann die Community schnell und direkt betreut werden oder mit spezifischen Online-Aktionen ins Geschäft geholt werden.

 

 

Skateboarder Schweizer Sportfachhandel

6 Tipps für die Online-Marketing-Werkzeugkiste im Sportfachhandel

Tipp 1: Klare Ziele setzen

Was wollen wir eigentlich? Der Sportfachhandel muss sich fokussieren und entsprechende Online-Ziele setzen. Es bringt aber nichts, sich mit den grossen, internationalen Playern zu messen. Besser ist es, als lokaler Händler seine Marke zu stärken, damit sich potentielle Kunden immer wieder an ihn erinnern und lokal einkaufen – ob offline im Laden oder im Online-Shop spielt dann keine Rolle.

Was sind die Ziele?

  • Neue Kunden gewinnen?
  • In deinem Geschäft vor Ort mehr Kunden haben?
  • Informationen im Internet bereitstellen?
  • Online mehr Produkte verkaufen?
  • Den Kundenkontakt intensivieren?
  • Wissen teilen und dich als Experte in deinem Gebiet präsentieren?
  • Generell im Web besser auffindbar sein und deine Bekanntheit steigern?
  • Den Umsatz steigern?
  • Dein Google-Ranking verbessern?
  • Eine Community bilden?

Tipp 2: Website und Online-Shop als Zentrum aller Aktivitäten

Trotz oder wegen Social Media führt kein Weg an einer professionellen Website vorbei. Sie ist das virtuelle Schaufenster, das genau so gepflegt sein will, wie das Schaufenster im Laden. Da Kunden online suchen (s. oben) sollte deine Website technisch, funktionell und visuell einwandfrei konzipiert sein, damit Google sie auch finden kann. Und inhaltlich voll auf den Kunden ausgerichtet sein.

Aber: Gefunden werden ist nicht alles. Eine Top-Platzierung bei Google bringt nichts, wenn deine Kunden nicht interagieren oder kaufen. Dann stimmt etwas mit der Website nicht.

Die Website ist quasi das eigene Medienhaus und ein Marketing- und Informationsinstrument über das man die volle Kontrolle hat (im Gegensatz zu Social Media-Plattformen). Von hier aus starten alle Aktivitäten und sie führen auch wieder hierhin zurück.

Welche Standards eine moderne Website heute erfüllen muss, kann in unserem Blogpost Der Einfluss der Website auf das Online-Marketing gelesen werden.

Ein paar wichtige Kriterien (Auszug):  

Benutzerfreundlichkeit

  • Übersichtliche Darstellung
  • Klare und konsequente Strukturierung
  • Intuitive Navigation
  • Kein unnötiger Ballast (unpassende Bilder, lange Texte)
  • Stilistisch und inhaltlich auf die Seite abgestimmte Texte

Schrift und Design 

  • Lesbarkeit: passende Schrift, Farben, Zeilenabstände
  • Text formatieren: Kennzeichnungen, Listen, Aufzählungen etc. durch Farben
  • Auf Kontraste achten
  • Navigation und Links
  • Breadcrumb (Linkpfade anzeigen)
  • Eindeutige Seitentitel
  • Informative Überschriften (Zusammenfassungen am Textanfang)
  • Beschreibenden Text zum Verlinken nutzen
    Verlinkungen innerhalb der Seite im selben, externe Verlinkungen in neuem Browserfenster öffnen
  • User sollen mit 3 Klicks zum gelangen

Dialogmöglichkeiten anbieten 

  • Öffnungszeiten
  • Kontakt
  • Wegbeschreibung
  • Chat-Funktion anbieten
  • Einfach bedienbare Formulare
  • Einfache Registrierung in Shops (auch als Gast)

Servicefunktionen

  • Suche auf allen Seiten anbieten
  • Hilfebereich, zB. Grössentabellen, Technische Spezifikationen etc.
  • FAQ zu Produkten, Materialien, Lieferung, Fristen etc.

Und ganz wichtig: Die Darstellung muss für mobile Endgeräten optimiert sein (nicht vergessen: Kunden sind digital und mobil unterwegs).

Tipp 3: Social Media-Plattformen sind zentral für Interaktion und Community-Building

Social Media bietet im Sportfachhandel zahlreiche Chancen, Aufmerksamkeit zu generieren. Social Media ist für Händler ein wichtiges und unverzichtbares Marketinginstrument, weil dadurch nützliche Informationen und Interessen über die Kunden gewonnen werden können. Mehr zum Thema Social Media für Unternehmen findest du in unserem Blogpost.

Für Sporthändler sind Social Media-Plattformen wie Facebook und Instagram ideal. Welche Plattformen aber tatsächlich bespielt werden, ist abhängig von der Online-Strategie, von den Zielen und der Zielgruppe. Je besser Händler ihre Kunden kennen, desto klarer die Kanalstrategie. Die jüngere Zielgruppe, die man für die neusten Skateboards begeistern will, spricht man auf Snapchat oder Instagram an, die Generation Tennis oder Golf wohl eher auf Facebook.

Um auf Social Media erfolgreich zu sein, braucht es eine Kanalstrategie, eine Themenliste, eine Planungsliste, Konsistenz und Kreativität.

Social Media eignet sich hervorragend für Kampagnen, Events und Wettbewerbe. Werbeanzeigen können auf Facebook und Instagram effektiv und genau auf die Zielgruppe ausgerichtet werden. Idealerweise kombiniert man also organische Posts mit Werbeanzeigen. So lassen sich Kampagnen effektiv um ein Vielfaches steigern.

Die Story-Funktion auf beiden Plattformen sind sehr beliebt bei Usern. Wenn du nicht nur Bilder, sondern auch Videos postest, sorgst du für gute Reichweiten und Interaktionen.

Ein weiterer Vorteil von Social Media liegt in den Dialog- und Interaktionsmöglichkeiten mit deiner Community. Eine Fangemeinde oder Community aufzubauen gelingt nirgends besser als auf sozialen Plattformen.

Facebook, wie auch Instagram bieten zudem Shop-Lösungen an, die es einfach machen, Produkte anzuteasern und Aufmerksamkeit zu generieren.

Social Media… 

  • … sorgt für mehr Besucher auf der Website
  • … stärkt und pflegt die Marke
  • … fördert den Dialog mit Kunden, bietet Gesprächsstoff und beantwortet Fragen
  • … bindet Kunden – durch Image-Aufbau und klare Positionierung
  • … fördert den Abverkauf und generiert so mehr Umsatz
  • … steigert die Reichweite
  • … generiert Leads und spätere Käufe

Tipp 4: Kunden persönlich ansprechen per Newsletter

Wer es immer noch nicht glaubt: E-Mail-Marketing ist eine günstige und wirkungsvolle Massnahmen, die hilft, Leads zu generieren, die Kundenbeziehung zu pflegen oder Traffic auf der Website zu erhöhen.

Wie umsetzen? 

  • Entwickle eine Strategie. Denn trotz heutigen Möglichkeiten, wie Automatisierung oder auf die Unternehmensbedürfnisse optimierte Tools, gibt es zu viele ziel- und gehaltlose Newsletter, die ins Postfach flattern.
  • Sei persönlich: Kunden wollen individuell angesprochen, beraten und behandelt werden. Das kannst du dank den richtigen Tools einfach umsetzen.
  • Segmentiere deine Empfänger: Sprich nur jene Kundengruppen an, für die ein Angebot oder eine Information wirklich wichtig und relevant ist. Für den Golfliebhaber sind Infos über Skateboard wohl eher weniger relevant.
  • Mit einem clever ausgearbeiteten Plan erreichst du deine Zielgruppe sehr persönlich, direkt und schnell.
  • Kreiere mit qualitativem Inhalt eine positive Kundenerfahrung. Informiere deine Empfänger nicht nur über neue Produkte, erzähle auch etwas über dich und das Team, über Innovationen, Materialien, suche themenverwandte Inhalte und gestalte deinen Newsletter abwechslungsreich und nützlich.
  • Nutze eine entsprechendes Newsletter-Tool und verwende nicht dein E-Mail-Programm für den Versand von Newsletters.

Tipp 5: Influencer für sich sprechen lassen

Influencer Marketing gewinnt stark an Bedeutung. Ein passender Influencer mit Ideen für guten Content kann für den Sportfachhandel neue Kunden gewinnen, eine neues Produkt bewerben und die Bekanntheit des Geschäfts steigern. Die Wirkung von einflussreichen Personen, z.B. prominente Sportler, die in den Medien stehen, ist authentisch und glaubhaft. Sie kennen ihre Zielgruppe und deren Bedürfnisse bestens, können gezielt Content produzieren und zielgruppenorientiert Botschaften platzieren. Und sie haben in der Regel eine grosse Reichweite.

Wichtiges Kriterium für Influencer Marketing ist die Glaubwürdigkeit. Influencer sind dann besonders glaubwürdig, wenn sie ähnlich wie die Zielgruppe und zudem Experten sind. Influencer beeinflussen den Absatz indirekt. Sie wirken eher auf die Marke/das Geschäft und das Engagement.

Ein Influencer muss nicht immer der Top-Promi oder die Mega-Berühmtheit sein. Denn je persönlicher und näher ein Influencer der Zielgruppe ist, desto wahrscheinlicher ein Kauf oder eine Anfrage. Influencer können auch Freunde und Familie sein.

Influencer-Content kann man benutzen für alle Kanäle Social Media, Blog, Website. Ideale Formate sind Bilder, Videos, Stories. Der Fantasie und Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.

Wie beginnen?

  • Händler und Marken müssen wissen, welche Ziele sie mit Influencer Marketing erreichen wollen. Ein klare Strategie ist wichtig, darin ist auch die Art der Influencer festgehalten.
  • Eine sorgfältige Auswahl der Influencer ist zentral. So sollten sich Händler und Marken fragen, wie authentisch der Content des Influencers ist und sich fragen, ob sein Favorit auch zur eigenen Marke passt.
  • Ein klares Briefing mit Produktinfos, Ziele, Botschaften, Hashtags und Links sind die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
  • Eine längerfristige Zusammenarbeit sollte angestrebt werden, das erhöht Glaubwürdigkeit und Erfolg von Kampagnen.
  • Influencer benötigen Freiraum. Wenn Thema, Produkt und Botschaft klar ist, sollte man die Profis mache lassen und als Auftraggeber nicht jedes Detail vorgeben.
  • Kooperationen müssen transparent sein und von beiden Seiten klar gekennzeichnet sein.

Tipp 6: Bloggen, Content Marketing und News erzählen

Ziel von Bloggen und Content Marketing ist es, sich als Fachexperte im entsprechenden Bereich zu positionieren und somit seine Glaubwürdigkeit gegenüber den Kunden zu festigen. Das erreicht man mit Inhalten, die Wissen vermitteln, Nutzen aufzeigen oder Mehrwert liefern. Solche Inhalte sind stets informativ, beratend und/oder unterhaltend. Die Inhalte haben nicht die direkte Absatzförderung zum Ziel. Sportfachhändler können sich mit entsprechenden Inhalten von der Konkurrenz abheben, weil viele Händler noch nicht auf diese Massnahmen setzten.

Bloggen und Geschichten erzählen richtig gemacht:

  • Die Verbreitung der Inhalte erfolgt über verschiedene Formate: Blogs, Videos, Storytelling, Foto, Infografiken, Webinare, Kampagnen, Whitepapers uvm. Je nach Ziel und Zielgruppe.
  • User, Kunden und Influencer können in Kampagnen mit einbezogen werden. Sie sorgen für Glaubwürdigkeit.
  • Blogposts und News eignen sich perfekt fürs Sharing auf Social Media.
  • Um Ergebnisse in Suchmaschinen zu erzielen, braucht es meist einige Monate – die Wirkung jedoch ist sehr nachhaltig. Einmal aufbereitete Inhalte können auch nach langer Zeit etwas aufgefrischt und wiederverwenden werden.
  • Content Marketing und Bloggen sind langfristige Angelegenheiten, die Kontinuität und einen langen Atmen erfordern.

 

Aber Vorsicht. Manchmal ist weniger ist mehr: Händler sollten sich kritisch fragen, ob die Ressourcen und Inhalte zum Pflegen dieser Kanäle vorhanden sind. In vielen Fällen ist es sinnvoller, sich mit weniger Instrumenten vertraut zu machen aber diese kontinuierlich weiterzuentwickeln.

 

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